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DAS 20. JAHRHUNDERT

Der Erste Weltkrieg (1914–1918)

Die Niederlande waren nicht am Ersten Weltkrieg beteiligt, sie waren neutral. Die Deutschen wollten aber über die Niederlande mit dem Rest der Welt weiter Handel treiben können. Die Engländer versuchten, das zu verhindern. Dadurch entstanden für die Niederlande große wirtschaftliche Probleme, aber verglichen mit den Ländern, die in den Krieg verwickelt waren, ging es ihnen eigentlich noch ganz gut.

Der Zweite Weltkrieg (1939–1945)

Die Niederlande wurden 1940 von Deutschland besetzt. Die Königin und die Regierung flohen nach England. Mehr als drei Viertel der jüdischen Bevölkerung wurden abtransportiert und umgebracht. 1944 befreiten die Alliierten den Süden des Landes, der Norden blieb bis Mai 1945 in der Hand der Deutschen. Im Winter 1944/45 starben viele Menschen vor Hunger, deshalb wird dieser Winter auch „Hungerwinter“ genannt. Jedes Jahr wird am 4. Mai aller Menschen gedacht, die in einem Krieg umgekommen sind. Einen Tag später, am 5. Mai, feiern die Niederländer ihre Befreiung von der deutschen Besatzung.

De geallieerden werden met grote blijdschap verwelkomd.jpg (57 Kb)

Internationale Zusammenarbeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg wollten die Niederlande gemeinsam mit anderen Ländern verhindern, dass es jemals wieder zu einem Krieg kommt. Man nahm sich vor, künftig eng zusammenzuarbeiten, und gründete zu diesem Zweck verschiedene internationale Organisationen. Im Abschnitt „Arbeiten“ haben wir euch ja schon erzählt, dass die Niederlande die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft mitgegründet haben, aus der später die Europäische Union wurde. Die Niederlande waren auch eines der ersten Mitglieder der Vereinten Nationen (UNO), einer Organisation, die sich für Frieden und Sicherheit in der Welt einsetzt. Heute gehören der UNO fast 200 Länder an. Und bestimmt habt ihr auch schon mal was von der NATO gehört, in der die Armeen vieler Länder zusammenarbeiten.

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